FAQs im Vorstellungsgespräch

FAQs in Vorstellungsgesprächen

Teil 1
Was sind Ihre Stärken?

Wer hat diese Frage nicht schon einmal beantworten müssen? Der Personaler im Vorstellungsgespräch möchte von Ihnen wissen, welche Stärken Sie bei sich sehen. Häufig antworten Bewerber dann beinahe standardisiert mit „Ich bin sehr kommunikativ“, „Ich habe eine schnelle Auffassungsgabe“ oder „Ich bin ein absoluter Teamplayer“. Anders als Donald Trump wird wohl kaum jemand sich damit brüsten, „die besten Worte“ zu haben oder gar „ein stabiles Genie“ zu sein. Das ist sicherlich auch besser so. Aber mal ehrlich, was sind STÄRKEN genau, welche schreibt man sich tatsächlich zu? Wie erkennt man sie bei sich selbst und genau so wichtig, wie bringt man sie authentisch und angemessen an?

Am Besten, indem man sich vor dem Gespräch genau mit sich, seinen Leidenschaften, bisherigen Erfolgserlebnissen und erhaltenem Feedback bewusst auseinandersetzt. Gehen Sie dazu Schritt für Schritt vor:

Schritt 1: Worin bin ich richtig gerne richtig gut?
Beantworten Sie dazu folgende Fragen.

Welche Aufgaben oder Tätigkeiten mache ich besonders gerne oder besonders gut?
Bei welchen Aufgaben vergeht die Zeit wie im Flug? Welche Themen finde ich interessant?
Mit welchen Tätigkeiten / Menschen / Rahmenbedingungen fühle ich mich besonders wohl?
Wann werde ich um Rat gefragt? Was schätzen Freunde, Bekannte oder Kollegen besonders an mir?

Schritt 2: Ok, Stärken erkannt!
Fallen Ihnen dazu auch konkrete Beispiele ein? Dann immer raus damit!

Nicht „Ich bin sehr kommunikativ“ sondern „Durch meine Kommunikationsstärke gehe ich offen auf Kunden zu, passe mich sprachlich an meinen Gesprächspartner an und punkte mit Freundlichkeit und Überzeugungskraft. Dies bestätigen auch meine überdurchschnittlichen Verkaufszahlen.“ Ebenso sollten Sie mit einer konkreten Situation beweisen können, dass Sie wirklich kritikfähig sind. Haben Sie ein unangenehmes Mitarbeitergespräch erlebt, in denen Ihnen produktive Punkte zur Verbesserung Ihrer Arbeit vorgeschlagen wurden. Haben Sie sie danach umsetzen können und dadurch Fehler und Probleme im Arbeitsalltag beheben können? Sehr gut, dann erzählen Sie genau davon!

Schritt 3: Sie haben Ihre Stärken nun für sich erkannt und können locker drei Beispiele zu jedem Punkt aufzählen. Großartig!
Aber passen Ihre Stärken auch zu der ausgeschriebenen Position?

Bewerben Sie sich zum Beispiel als Sachbearbeiter oder Datenerfasser erscheint es wenig vorteilhaft zu sagen: „Ich nehme gerne neue Herausforderungen an und habe viele neue Ideen.“ Dies könnte für den Personaler ein Hinweis darauf sein, dass Sie sich bei Routineaufgaben schnell langweilen. Ebenso wird es wahrscheinlich nachteilig wirken, wenn Sie sich als absoluten Zahlenliebhaber beschreiben, der sich gerne in unendlichen Excel-Tabellen verliert, die zu besetzende Stelle aber ein Kundenbetreuer ist.

Welche Stärken Sie auch immer bei sich identifizieren können, der Umgang damit sollte ehrlich und authentisch sein. Denn am Ende geht es darum den Job zu finden, der Ihnen sowohl Spaß macht, als auch zu Ihnen passt und Sie erfüllt. Denn wir von aventa wissen, dass jeder Mensch genau dann am überzeugendsten und wirkungsvollsten ist.

Deshalb bleiben Sie Sie selbst!

Fortsetzung folgt…