Glossar zu unserer Personalarbeit

Das deutsche Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) vom 7. August 1972 regelt die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern. Es diente ursprünglich ausschließlich dem sozialen Schutz der Leiharbeitnehmer und sollte diese insbesondere vor Ausbeutung bewahren. Das AÜG stellt die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung unter einen so genannten Erlaubnisvorbehalt, d. h. der Verleiher bedarf der behördlichen Erlaubnis. Dies gilt auch für Verleiher mit Sitz im Ausland. Die Erlaubnis erteilt die Bundesagentur für Arbeit.
Basis hierfür ist das Teilzeitbefristungsgesetzt TzBfG. Demnach ist es möglich, Arbeitsverträge zeitlich befristet abzuschließen. Die Befristung eines Arbeitsvertrages ist bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Innerhalb dieser Zeit kann der Vertrag insgesamt drei Mal direkt aufeinanderfolgend befristet werden.
Unter equal payment versteht die Branche den Ansatz der gleichwertigen Bezahlung eines Zeitarbeitnehmers, in einer Höhe, wie auch der vergleichbar eingesetzte Stamm-Mitarbeiter im Kundenbetrieb entlohnt wird. Das Problem hierbei ist, dass eine wertgleiche Entlohnung oft nur schwer zu erreichen ist, wenn etwa unterschiedliche Urlaubsansprüche, Gewinnbeteiligungen oder andere geldwerte Gehaltsbestandteile mit einzubeziehen sind. Im Grundsatz sieht das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz eine absolute Gleichbehandlung von Zeitarbeitnehmern nach equal payment und equal treatment vor, die nur durch Anwendung eines Tarifvertrages für die Zeitarbeit abgewandt werden kann.
Auf das Arbeitszeitkonto fließen die erarbeiteten Stunden, die über die vertraglich vereinbarte monatliche Arbeitszeit hinausgehen. Für den Arbeitgeber ist das Arbeitszeitkonto ein wichtiges Instrument, um bezahlte Nichteinsatzzeiten zu überbrücken.
Geregelt durch den geltenden IGZ/DGB-Tarifvertrag
Das Zeitarbeitsunternehmen sucht im Auftrag eines Kunden für eine vakante Stelle einen geeigneten Bewerber. Dazu schließt das Zeitarbeitsunternehmen mit dem Kundenunternehmen einen Vermittlungsvertrag und stellt diesem Kundenunternehmen geeignete Bewerber für die zu besetzende Stelle vor. Der Bewerber schließt Übereinstimmung beider Vorstellungen einen direkten Arbeitsvertrag mit dem Kundenunternehmen ab. Für den Bewerber ist diese Personalvermittlung in jedem Fall kostenfrei.
Zwischen dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) und der Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes wurde ein umfangreiches Tarifwerk ausgehandelt, das die Arbeitsbedingungen für die Zeitarbeitnehmer regelt, die von IGZ-Mitgliedsunternehmen beschäftigt werden. Gleiches gilt für Zeitarbeitsunternehmen, die sich an den iGZ/DGB-Tarifvertrag, anlehnen, das heißt ihn anwenden, ohne offiziell IGZ-Mitglied zu sein. http://www.ig-zeitarbeit.de/tarife-recht/tarifvertraege
Geregelt durch den geltenden IGZ/DGB-Tarifvertrag
Wie in jedem anderen seriösen Arbeitsverhältnis werden auch die o.g. Fehlzeiten im Rahmen der rechtlichen Bestimmungen durch den Arbeitgeber (Personaldienstleister) getragen. Für das Kundenunternehmen ist diese Zeit kostenfrei.
Ist die Überlassung von Arbeitnehmern auf Basis des Gesetzes zur Arbeitnehmerüberlassung unter Beachtung aller arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen. Dabei versteht man unter der Personaldienstleistung Zeitarbeit die Durchführung zeitlich begrenzter Arbeitsleistungen in Unternehmen, wobei gleichzeitig individuelle Arbeitsbedürfnisse der Arbeitnehmer verwirklicht werden.

Zeitarbeit gewinnt immer stärker an Bedeutung und gilt als Wachstumsbranche. Die gesamte Beschäftigungsstruktur hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Kaum ein Unternehmen ist heute noch in der Lage, seinen Mitarbeitern einen über Jahrzehnte gesicherten Arbeitsplatz zu garantieren. Flexibilität und geistige Mobilität sind auf dem Arbeitsmarkt deshalb wichtiger als je zuvor.