Von leisen, unbemerkten HELDENTATEN am Tag der Arbeit

Beitrag aus: Mai 2020

Von leisen, unbemerkten HELDENTATEN

 

Wir leben gerade in Zeiten von …
Und jedes Mal, wenn wir unsere Zeit mit dem kleinen Wörtchen „von“ beschreiben, dann meinen wir das nicht positiv. In Zeiten von Unterdrückung. In Zeiten von Inflation. In Zeiten von Corona. Und wonach suchen wir dann wie nach einem letzten Strohhalm? Nach Helden! Haben Sie auch schon auf Ihrem Balkon geklatscht für die Retter der Stunde – Pflege- und Logistikpersonal oder alle Menschen, die unser System am Laufen halten? Oder einen Beitrag auf Ihren Social Media Kanälen geteilt, heiß und brennend diskutiert, dass diese relevanten Berufe jetzt nun wirklich mehr Geld verdienen sollten und klatschen nicht ausreicht? Oder dem Helden an Ihrer Supermarktkasse eine Pralinenschachtel geschenkt? Vielleicht auch nur mal ein Lächeln mehr als sonst? Wir schon! Und unser Verlangen nach HELDEN, vor allem nach HELDEN DER ARBEIT, leben wir bereits seit 2019.
Aber was ist denn überhaupt ein Held? Der Duden sagt: Jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt.

Gerade als Personaldienstleister im klischeebehafteten Zeitarbeitsuniversum sind alle unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit uns auf diese Abenteuerreise begeben, Helden. Unerschrocken stellen sie sich mutig neuen, auch mal herausfordernden Aufgaben entgegen und belohnen uns oft mit respektablen Taten. Wir können die Lebensläufe gar nicht mehr aufzählen, die in der Zusammenarbeit unmöglich Scheinendes geschafft haben, Bewunderung in uns und unseren Kunden auslösten.

Unser Tun geht aber auch über den eigenen Tellerrand hinaus und hielt am 1. Mai des letzten Jahres Ausschau nach aventa-fernen HELDEN DER ARBEIT. In den Straßen von Berlin, zur Feier des Tages der Arbeit. Dieses Jahr wird das nicht stattfinden. Dafür haben wir in unseren internen Reihen gefragt. Nach einer Person, die für jeden von uns in diese Zeit ein Licht trägt. Sei es durch eine eindrucksvolle Tat oder einfach nur durch unerschrockene Zuversicht, die wir bewundern. Und da Arbeit für uns auch immer ein Teil Leben ist, feiern wir mit diesem Beitrag die HELDEN DER ARBEIT aus allen Bereichen des Lebens.

Ich, als Social Media Recruiterin, möchte beginnen und meine Zwillingsschwester zu meiner persönlichen Heldin erklären. Warum? Weil sie jetzt eigentlich seit zwei Wochen verheiratet wäre. Mit ihrem Verlobten in Argentinien. Wir kennen alle die Umstände, die Hochzeit fand nicht statt und sie ist in Deutschland, er ist in Argentinien. Und trotz großer Sehnsucht und der Ungewissheit, wann sie sich wiedersehen werden, behält sie ihr quirliges, liebenswertes Wesen und unterrichtet mit Eifer jeden Tag über eine Online-Plattform ihre 1. Klassen, sendet Worte des Lobes über jede geschaffte Aufgabe an jeden einzelnen Schüler und wird auch ab nächster Woche wieder mit Motivation in die Schule zurückkehren. Am Telefon sagt sie: „Ja klar, schreib über mich, aber nenn mich nicht Heldin. Ich bin doch keine Heldin.“ Doch, für mich ist sie das!

Auch unsere Personalsachbearbeiterinnen haben solche Helden in ihrem privaten Umfeld. Einmal ist es der eigene Partner, der sich mit viel Hingabe und Verstand um die Kinder systemrelevanter Eltern in der Kita kümmert. Seit Beginn der Krise. Unsere zweite gute Seele des Gewerkes ist ihrer fürsorglichen Nachbarin sehr dankbar, da sie Mundschutzmasken für ihr Umfeld näht. Auch von einer Friseurin weiß eine unserer Personalreferentinnen zu berichten, die nach der Öffnung am 5. Mai auf alle ihre Dienstleistungen 25% Rabatt geben wird. Sie wiederum weiß nämlich, dass durch Schließungen und Kurzarbeitergeld nicht nur bei ihr das Geld knapp sitzt, sondern auch bei ihren Kunden, der Wunsch nach Haarpflege aber dafür umso größer ist.

Unsere liebe Kollegin, die im Februar durch ihre bemerkenswerte 15 jährige Firmenzugehörigkeit selbst den Titel HELD DER ARBEIT trug, gibt ihn jetzt gerne an ihren Ehemann weiter. Er ist Polizist und arbeitet jeden Tag mit seinen unerschrockenen Kollegen an vorderster Front, damit unsere Stadt für jedes Mitglied unserer Gesellschaft ein sicherer und lebenswerter Raum sein kann.

Unsere Recruiterin dankt ihrem Partner für wochenlange, unermüdliche Kinderbetreuung der eigenen Tochter. Familie spendet viel Kraft, dennoch gebührt hier dem Vater ein Lob dafür, dass er tagtäglich mit dem Kind auf der Wiese tobt und es so von fehlenden Freundeskontakten ablenkt.

Unsere Personalreferentin mit Fokus auf HR beklatscht derweil die Menschen, die sich als Testpersonen zur Verfügung stellen. Mutige Menschen, die gemeinsam mit der Forschung am zukünftigen Impfstoff arbeiten.

Auch unsere Geschäftsführung – selbst viel zu beschäftigt mit Lösungsansätzen, als den Kopf in den Sand zu stecken – vergibt den Titel an alle, die jetzt MACHEN und nicht nur Reden oder nach Mehrwert für sich fragen. Für sie kommen Heldentaten leise, unbemerkt und ohne Zauberei daher und gelten denen, die sich selber kein Gehör verschaffen können.

Mit all diesen dankbaren Gedanken sitzen wir auch jetzt in der Friedrichstraße, arbeiten aktuell zeitversetzt, aber noch immer 100% heldenhaft als Karrieregestalter. Und sind weiterhin auf der Suche nach Heldengeschichten.